DR. MED. PETRA CHRIST
neurologin und psychiaterin

Demenz - häufigste Unterform Alzheimer Demenz


Beschwerden:
Erinnerungsprobleme, Orientierungsprobleme, Sprachprobleme, Vergeßlichkeit

Medizinischer Befund:
Vorliegen von Gedächtnisstörungen und Beeinträchtigungen des Denk- und Urteilvermögens, Wortfindungs- und/ oder Orienierungsstörungen,
Störungen bei räumlichen Leistungen, wie z. B. Krawatte binden oder Auto einparken

Häufigkeit, Ursachen, Risikofaktoren:
Rund 1,2 Mill. Menschen in Deutschland leiden an einer Demenz
Die Alzheimer-Demenz ist mit etwa 50 - 60 % aller Demenzkranken die häufigste Form
Bei 10 - 20 % der Kranken sind Durchblutungsstörungen die Ursache
Weitere 15 - 20 % leiden sowohl an einer Alzheimer-Demenz als auch an einer Demenz aufgrund von Durchblutungsstörungen im Gehirn
Die übrigen Demenzerkrankungen setzen sich aus vielen, z.T. seltenen Erkrankungsformen zusammen. Es wird heute davon ausgegangen, daß es nicht die eine Ursache für die Alzheimer-Demenz gibt.
Das Alter ist der wichtigste Risikofaktor. Auch genetische Faktoren scheinen verantwortlich für das gehäufte Auftreten der Alzheimer-Demenz in Familien.
Die Erkrankung beginnt schleichend, im weiteren Verlauf kommt es zu einer allmählichen Verschlechterung der geistigen Fähigkeiten.

Verlauf:
Die Verluafsdauer bei der Alzheimer Demenzbeträgt zwischen 6 und 15 Jahren nach den ersten klinischen Symptomen. Der Verlauf bei der vaskülären Demenz ist sehr unterschiedlich. Es kommen auch Stillstände und Stabilisierungen vor.

Untersuchungen:
Neurologisch/ psychiatrische Untersuchung, Demenztestung, EEG, Computertomographie, Kernspintomographie, Blutuntersuchungen

Behandlungen:
Zur Behandlung der Alzheimer-Demenz stehen Medikamente zur Verfügung, die das Fortschreiten der Symptome verhindern können. Es gibt weiter Medikamente, die versuchen, die Nervenzellen vor schädlichen Einflüssen zu schützen. Bei Demenzen, die z.B. durch eine Stoffwechselstörung verursacht wurden, muß man vor allem die Grunderkrankung behandeln.

Differentialdiagnostik/ mögliche andere Krankheitsursachen:
Depression, chronischer Alkoholmißbrauch, Erkrankungen der Schilddrüse, Vitamin-B-Mangel, Hirntumor und andere Organstörungen

 

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