Demenz
- häufigste Unterform Alzheimer
Demenz
Beschwerden:
Erinnerungsprobleme, Orientierungsprobleme, Sprachprobleme,
Vergeßlichkeit
Medizinischer
Befund:
Vorliegen von Gedächtnisstörungen und
Beeinträchtigungen des Denk- und Urteilvermögens,
Wortfindungs- und/ oder Orienierungsstörungen,
Störungen bei räumlichen Leistungen,
wie z. B. Krawatte binden oder Auto einparken
Häufigkeit,
Ursachen, Risikofaktoren:
Rund 1,2 Mill. Menschen in Deutschland leiden
an einer Demenz
Die Alzheimer-Demenz ist mit etwa 50 - 60 % aller
Demenzkranken die häufigste Form
Bei 10 - 20 % der Kranken sind Durchblutungsstörungen
die Ursache
Weitere 15 - 20 % leiden sowohl an einer Alzheimer-Demenz
als auch an einer Demenz aufgrund von Durchblutungsstörungen
im Gehirn
Die übrigen Demenzerkrankungen setzen sich
aus vielen, z.T. seltenen Erkrankungsformen zusammen.
Es wird heute davon ausgegangen, daß es
nicht die eine Ursache für die Alzheimer-Demenz
gibt.
Das Alter ist der wichtigste Risikofaktor. Auch
genetische Faktoren scheinen verantwortlich für
das gehäufte Auftreten der Alzheimer-Demenz
in Familien.
Die Erkrankung beginnt schleichend, im weiteren
Verlauf kommt es zu einer allmählichen Verschlechterung
der geistigen Fähigkeiten.
Verlauf:
Die Verluafsdauer bei der Alzheimer Demenzbeträgt
zwischen 6 und 15 Jahren nach den ersten klinischen
Symptomen. Der Verlauf bei der vaskülären
Demenz ist sehr unterschiedlich. Es kommen auch
Stillstände und Stabilisierungen vor.
Untersuchungen:
Neurologisch/ psychiatrische Untersuchung, Demenztestung,
EEG, Computertomographie, Kernspintomographie,
Blutuntersuchungen
Behandlungen:
Zur Behandlung der Alzheimer-Demenz stehen Medikamente
zur Verfügung, die das Fortschreiten der
Symptome verhindern können. Es gibt weiter
Medikamente, die versuchen, die Nervenzellen vor
schädlichen Einflüssen zu schützen.
Bei Demenzen, die z.B. durch eine Stoffwechselstörung
verursacht wurden, muß man vor allem die
Grunderkrankung behandeln.
Differentialdiagnostik/
mögliche andere Krankheitsursachen:
Depression, chronischer
Alkoholmißbrauch, Erkrankungen der Schilddrüse,
Vitamin-B-Mangel, Hirntumor und andere Organstörungen