DR. MED. PETRA CHRIST
neurologin und psychiaterin

Depression


Beschwerden:
u.a. Schlafstörungen, ständige Müdigkeit, Erschöpfbarkeit, zunehmende Lustlosigkeit, Desinteresse, Gefühl der Leere, Verlust an Fröhlichkeit

Medizinischer Befund:
Depressive Stimmungslage, Interessenverlust, Freudlosigkiet, Antriebsminderung, verminderte Konzentration, Aufmerksamkeit und Denkvermögen. Vermindertes Selbstwertgefühl, Schuldgefühle und Gefühl von Wertlosigkeit, Suizidgedanken oder auch Suizidversuche. Schlafstörungen, verminderter oder gesteigerter Appetit, Libidoverlust. Psychomotorische Agitiertheit oder Hemmung. Häufig auch körperliche Beschwerden wie Schmerzen, Engegefühl in der Brust , Magen-Darm-Störungen u. a.

Häufigkeit, Ursachen, Risikofaktoren:
5 - 12 % der Männer und 10- 25 % der Frauen erleben zu irgendeiner Zeit eine depressive Episode. Ca. 5 % der Deutschen leiden,
derzeit an einer behandlungsbedürftigen Depression.Die Depression läßt sich nicht auf eine einzelne Ursache zurückführen. Es gibt genetische, psychosoziale und neurobiologische Faktoren. Depressive Episoden treten familiär gehäuft auf. Die Erkrankungsrate für Verwandte 1. Grades liegt zwischen 5 und 25 %.

Belastende Lebensereignisse (life-events) können die Entwicklung von depressiven Phasen fördern, vor allem wenn Verlust, Ausweglosigkeit und Kränkung eine Rolle spielen. Während der Depression zu einer Störung des Gehirnstoffwechsels, vor allem die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin sind aus der Balnace geraten. Durch diese Stoffwechselstörung sinkt die Fähigkeit, Empfindungen wie Freude oder Zufriedenheit zu verspüren, negative Gefühle werden übermächtig.

Verlauf:
Ca. 30 % der Betroffenen erleben lediglich einmal eine depressive Phase. Diese kann sehr unterschiedlich lang sein - grober Mittelwert ist eine Länge von drei bis 12 Monaten. Es kommen jedoch auch wesentlich kürzere Phasen vor. Depressive Phasen können sich auch widerholen und in seltenen Fällen auch dramatisch verlaufen. Die Schwere einer Phase kann leicht, mittelgradig oder schwer sein.

Untersuchungen:
Neurologisch/ psychiatrische Untersuchung, EEG, Computertomographie, Kernspintomographie, Blutuntersuchungen einschl. Schilddrüsendiagnostik. Testpsychologie.

Behandlungen:
Zur Behandlung der Depression stehen Medikamente (Antidepressiva) zur Verfügung, die in der Lage sind, die Menge der aus der Balance geratenen Botenstoffe wieder zu normalisieren. In leichteren Fällen besteht auch die Möglichkeit mit homöopathischen Mittel, wie z.B. Johanniskraut zu behandeln.Durch eine psychoterapeutische Behandlung werden die Gründe der Erkrankung, die nicht-körperlicher Natur sind, ermittelt und behandelt. Darüberhinaus gibt es nocht die Schlafentzugs- und Lichttherapie.

Differentialdiagnostik/ mögliche andere Krankheitsursachen:
Demenz, Erkrankungen der Schilddrüse, der Hypophyse oder der Nebennieren, Parkinson-Syndrom, Tabletten-, Alkohol- und Drogenmißbrauch.

 

 

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