Depression
Beschwerden:
u.a. Schlafstörungen, ständige Müdigkeit,
Erschöpfbarkeit, zunehmende Lustlosigkeit,
Desinteresse, Gefühl der Leere, Verlust an
Fröhlichkeit
Medizinischer
Befund:
Depressive Stimmungslage, Interessenverlust, Freudlosigkiet,
Antriebsminderung, verminderte Konzentration,
Aufmerksamkeit und Denkvermögen. Vermindertes
Selbstwertgefühl, Schuldgefühle und
Gefühl von Wertlosigkeit, Suizidgedanken
oder auch Suizidversuche. Schlafstörungen,
verminderter oder gesteigerter Appetit, Libidoverlust.
Psychomotorische Agitiertheit oder Hemmung. Häufig
auch körperliche Beschwerden wie Schmerzen,
Engegefühl in der Brust , Magen-Darm-Störungen
u. a.
Häufigkeit,
Ursachen, Risikofaktoren:
5 - 12 % der Männer und 10- 25 % der Frauen
erleben zu irgendeiner Zeit eine depressive Episode.
Ca. 5 % der Deutschen leiden, derzeit
an einer behandlungsbedürftigen Depression.Die
Depression läßt sich nicht auf eine
einzelne Ursache zurückführen. Es gibt
genetische, psychosoziale und neurobiologische
Faktoren. Depressive Episoden treten familiär
gehäuft auf. Die Erkrankungsrate für
Verwandte 1. Grades liegt zwischen 5 und 25 %.
Belastende
Lebensereignisse (life-events) können die
Entwicklung von depressiven Phasen fördern,
vor allem wenn Verlust, Ausweglosigkeit und Kränkung
eine Rolle spielen. Während der Depression
zu einer Störung des Gehirnstoffwechsels,
vor allem die Botenstoffe Serotonin und Noradrenalin
sind aus der Balnace geraten. Durch diese Stoffwechselstörung
sinkt die Fähigkeit, Empfindungen wie Freude
oder Zufriedenheit zu verspüren, negative
Gefühle werden übermächtig.
Verlauf:
Ca. 30 % der Betroffenen erleben lediglich einmal
eine depressive Phase. Diese kann sehr unterschiedlich
lang sein - grober Mittelwert ist eine Länge
von drei bis 12 Monaten. Es kommen jedoch auch
wesentlich kürzere Phasen vor. Depressive
Phasen können sich auch widerholen und in
seltenen Fällen auch dramatisch verlaufen.
Die Schwere einer Phase kann leicht, mittelgradig
oder schwer sein.
Untersuchungen:
Neurologisch/ psychiatrische Untersuchung, EEG,
Computertomographie, Kernspintomographie, Blutuntersuchungen
einschl. Schilddrüsendiagnostik. Testpsychologie.
Behandlungen:
Zur Behandlung der Depression stehen Medikamente
(Antidepressiva) zur Verfügung, die in der
Lage sind, die Menge der aus der Balance geratenen
Botenstoffe wieder zu normalisieren. In leichteren
Fällen besteht auch die Möglichkeit
mit homöopathischen Mittel, wie z.B. Johanniskraut
zu behandeln.Durch eine psychoterapeutische Behandlung
werden die Gründe der Erkrankung, die nicht-körperlicher
Natur sind, ermittelt und behandelt. Darüberhinaus
gibt es nocht die Schlafentzugs- und Lichttherapie.
Differentialdiagnostik/
mögliche andere Krankheitsursachen:
Demenz, Erkrankungen
der Schilddrüse, der Hypophyse oder der Nebennieren,
Parkinson-Syndrom, Tabletten-, Alkohol- und Drogenmißbrauch.